Transcontinental Race 2017

 

Nach dem Finish letztes Jahr gab es für mich keinerlei Frage ob ich das nochmals fahre oder nicht. Die ersten vier Tage letztes Jahr hatten mir doch zu deutlich aufgezeigt was möglich ist. Die Zwangspause, sie wurmt mich noch heute. Dazu kommt die Abenteuerlust. Bis letztes Jahr war Rad fahren einfach nur Rad fahren gewesen. Seitdem geht es mir viel mehr um das Abenteuer drum herum. Welches beim TCR eigentlich zu 100% garantiert ist.

 

Mit den Erfahrungen vom letzten Jahr und auch vom TAW ging es also an die Vorbereitungen. Ich wollte in keinem Hotel, B&B, Pension schlafen. Nur draußen. Ich muss gestehen das ich drinnen einfach nicht schnell genug in die Gänge komme. Dazu kommt natürlich die Zeit was man verbummelt zwischen Suche und im Bett liegen. Da kann schnell mal eine Stunde vergehen. Das wollte ich mir in jedem Fall sparen. Den Schlafsack ausrollen und drin liegen, 5 Minuten. Klar duschen ist nicht. Zumindest nicht irgendwann nach Mitternacht in einer einsamen Bushaltestelle oder vor dem Supermarkt. Was das für Auswirkungen hat wurde im Racereport von Jacopo am CP4 geschrieben:

“Björn is not looking as good as James. He suffers a lot in the heat and he cannot go faster. He also smells pretty bad, actually he smells terrible“


Geschlafen habe ich am Ende zweimal vor einem Supermarkt hinter den Einkaufswägen auf dem Boden und die anderen Nächte auf einer Bank in irgendeiner Bushaltestelle. Klar sind die Bänke hart und bei weitem nicht so komfortabel wie ein Bett. Wenn ich aber nur circa 3 – 4 Stunden pro Nacht schlafe stört mich das nicht. Das läuft eigentlich immer nach demselben Muster ab: hinlegen, 5 Minuten Handy, einschlafen – Wecker. Da ist kein stundenlanges herum drehen um die richtige Schlafposition zu finden.



Die Frage war natürlich: Was mitnehmen zum Schlafen ? Klar, ein Schlafsack. Nur welcher ? Ich habe am Ende drei verschiedene gekauft und mich am Ende für den wärmsten entschieden. Es hätte aber auch der dünnste gereicht. Isomatte zum aufblasen hatte ich auch gekauft aber wegen zu wenig Platz am Ende dagelassen. Habe ich aber auch nicht vermisst. Biwaksack war nie vorgesehen und hätte ich auch nicht gebraucht.

Als Gepäcktaschen dienten wieder die Rahmentasche von Apitura und die Lenkertasche von Ortlieb. Beide hatten sich in Irland bestens bewährt. Kein Vergleich zu letztes Jahr mit der großen Satteltasche.


So gerüstet ging es wieder am Mittwoch nach Geraardsbergen. Mit dem TGV von Lyon über Paris nach Lille. Mit Urs hatte ich mich schon in Paris verabredet. Er tauchte dann mit der späteren Gewinnerin Melissa auf. Sie war durch Zufall im selben Zug wie er nach Paris gekommen. Von Lille ging es dann sehr entspannt mit dem Fahrrad am Kanal weiter bis zum Startort. 



Die folgenden zwei Tage waren dann größtenteils von Pasta und Eis essen, Leute wieder treffen, Geschichten erzählen und ausruhen geprägt. 


Einzig die Anmeldung, sie dauerte am Freitag über drei Stunden, was etwas nervig war. Das Thema Sicherheit hatte seine Kreise gezogen. So wurde dieses Jahr ein Bikecheck eingeführt. Welcher für die lange Wartezeit verantwortlich war. Bei manchen schien dieser auch bitter nötig zu sein. Es gab doch zahlreiche Mitstreiter die noch etwas reparieren mussten bzw. sogar noch einmal zum Radladen mussten, weil etwas Gravierendes nicht stimmte. Auch ich musste nochmal dahin da ich keine Leuchtweste dabei hatte.


Dazu gab es natürlich noch einmal eine Last Minute Reparatur, ohne wäre es mir ja fast langweilig geworden. Als ich beim Lidl für meinen letzten Einkauf den Garmin abnehmen wollte viel mir glatt der Ladestecker auseinander. Das Problem ist das dies ein rechtwinkliger Stecker ist. Ein normaler Stecker ist zu lang und würde zwischen Halterung und Navi nicht passen. So einen speziellen Stecker gab es natürlich nicht zu kaufen. Also musste ich mir mit Kabelbinder und Klebeband den Garmin irgendwie fixieren. 



Wieder mit Startnummer 26 ging es also pünktlich um 22:00 Uhr auf dem Marktplatz los. Dieser war wieder brechend voll mit Menschen. Eine kurze einführungsrunde durch Geraardsbergen und dann ab auf dir Muur. Wieder wurde diese mit zig Fackeln erleuchtet. Eine fantastische Stimmung. Oben kurz über den Hügel und schon begann das Feld sich wieder zu zerlegen. Dieses Jahr führte der Weg für mich etwas anders heraus als letztes Jahr. Einen nach dem nächsten überholte ich. Aber irgendwie wurde es wesentlich eher dunkel auf der Straße als letztes Jahr. Es rollte gut dahin. Leichter Rückenwind war angesagt. Irgendwann nach Mitternacht schloss ich zu James Hayden auf. Wir fuhren eine ganze Weile gemeinsam und unterhielten uns bis ich mich nach vorne löste. James holte mich vielleicht eine halbe Stunde später wieder ein und fuhr dann voraus.


In den frühen Morgenstunden kam ich dann durch eine kleine Stadt. Hier war noch eine Kneipe offen. Irgendjemand versuchte mich dort an den Rand zu winken und wollte mir die Flaschen voll machen. Ein Rad stand schon davor. Da ich noch mehr wie genug mit hatte fuhr ich ohne anzuhalten weiter. Wie sich später herausstellte war es auch gut so. Die Flaschen wurden wohl bei einigen mit Alkohol gefüllt. James sah ich wenig später noch einmal kurz. Er saß vor einer Tankstelle und wechselte den Schlauch.


Für mich ging es ziemlich unspektakulär in den Tag hinein. Von Belgien aus ging es kurz nach Luxemburg, dann nach Deutschland und wieder nach Frankreich und final wieder nach Deutschland in Richtung CP1. Wirklich schön zu fahren ist das meiste davon nicht gewesen. Vor allem Saarbrücken und die ganze Gegend um Sindelfingen und Reutlingen laden nicht gerade zum Rad fahren ein. Zu viele Ortschaften und Verkehr. Einzig auf der Rheinfähre, die ich unabsichtlich eingebaut hatte, war mal kurz Ruhe. 


Dafür wird mir diese für alle Zeiten wegen etwas anderem in schlechter Erinnerung bleiben. Da ich dort kurz Zeit hatte, lass ich Nachrichten und Emails und erfuhr so vom tödlichen Unfall von Frank Simons letzte Nacht. Nach all dem was dieses Jahr schon so passiert war eine ziemlich schockierende Nachricht. Kurz danach fuhr ich dann erst mal auf einem Radweg weiter. Den hätte ich unter normalen Umständen nie genommen. Aber irgendwie brauchte ich etwas Zeit zum Verschnaufen und nachdenken. Das Rennen war noch nicht abgesagt da es noch um Klärung bedurfte. So fuhr ich weiter in Richtung Lichtenstein.


CP1 war fast genau 600km vom Start entfernt gewesen. Ich wollte das unter 24 Stunden schaffen. Und so fuhr ich dann auch kurz vor 22:00 Uhr als dritter dort ein. Nur Geoffrey und Jonas waren schon da. Nun es gab dort natürlich ziemliche Aufregung. Meine Gedanken hatten sich die letzten paar Stunden nur um das eine Thema gedreht – wie weiter ? Selbst eine 10 km lange Gravelpiste kurz vor Reutlingen lenkte mich nicht wirklich ab. Nun ich kam für mich zu dem Endschluss, egal was ist, ich fahre weiter. Solche Unfälle können schließlich überall passieren. Schon auf dem kurzen Stück zur Arbeit. Um also in meinen Augen hundertprozentig konsequent zu sein müsste man also bei einem Abbruch auch gleich das Rad mit abgeben. Zum anderen ist es so das auch ich nicht wöllte das wegen mir das Rennen abgebrochen wird.

 

So holte ich mir meine ersten Stempel und fuhr als erster wieder vom CP1 los. Den Parcours zum Schloss wollte ich noch fahren und dann noch ein Stück bis nach Mitternacht. In einer kleinen Ortschaft fand ich dann auch gleich eine Bushaltestelle. Schlafsack auspacken, reinlegen und schlafen. Irgendwie um die vier Stunden habe ich tief und fest geschlafen. Es wurde schon leicht hell als ich aufstand. Allerdings war es ziemlich kalt. So ging wenigstens alles recht schnell bis ich wieder auf dem Rad saß. 


Ein paar Ortschaften weiter gingen gerade die letzten vom Dorffest nach Hause. Überall torgelten die Leute umher und Glas war auch genügend auf der Straße verteilt wurden. Ich war glücklich dort heil durch gekommen zu sein. Wenig später dann wieder etwas Aufmunterung, Manu wartete schon auf mich. Ich hatte ihn letztes Jahr beim RATA kennen gelernt als er Robert mit bekleidet hatte. Mit seinem Megaphone hörte ich Ihn schon von weitem mich anfeuern. Er bekleidete mich eine ganze Weile und machte Fotos und Videos. Bei dem einzigen ( stoischen ) Bäcker machten wir noch kurz gemeinsam Frühstück. Der machte eigentlich erst halb acht auf, hatte die Türen schon offen, aber mir zwei Brötchen und eine Milch schon kurz nach sieben verkaufen bedurfte 5 Minuten Diskussion – wieder mal typisch deutsches Denken. 


Für mich ging es danach in Richtung Alpen weiter. Über den Fernpass sollte es nach Österreich gehen. Pünktlich Sonntagmittag um Zwölf war ich da. Die meisten werden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der Tankstellenbetreiber am Einstieg meinte nur es wäre Wahnsinn. Ich glaube ich hätte es nicht besser treffen können. Nicht nur das um die Zeit eh schon genug Stau ist, nein an dem Wochenende war auch noch ein Festival dort. Nun, für meine Lungen war das ganz sicher nicht das Allerbeste, dafür aber zum Fahren. Die meiste Zeit überholte ich die Autos rechts.

 


So ging es weiter nach Innsbruck. Am Fuß des Brenners noch mal alles auffüllen eh es losging. Am Sonntagnachmittag war dort praktisch kein Verkehr. So konnte ich dieses herrliche Tal mit den Brücken in Ruhe genießen. Einzig jede Menge Radfahrer kamen mir entgegen. Alle ähnlich bepackt wie ich. Der erste der mir begegnete war Rudy Rollenberg. Ich traute meinen Augen kaum als er mir entgegenkam. Zuerst nahm ich nur seinen Helm wahr und dachte noch so „Den hast du schon mal irgendwo gesehen“. Als er schon fast vorbei gedüst war erkannte ich Ihn dann auch richtig. Ein freudiges Hallo auf beiden Seiten. Auch wenn ich im Rennen war, aber fünf Minuten für einen kurzes Gespräch und Foto musste sein. Er war am Tag zu vor in Florenz gestartet und auf dem Weg zum Nordkap auf Position 3. 


Bis runter nach Bozen kamen mir Teilnehmer von dem Rennen entgegen. Das hatte fast was von Paris-Brest-Paris. Ab Bozen ging es dann an der Etsch weiter bis Trient. Kurz hinter Bozen wurde ich dann auch das einzige Mal kurz nass. Ein ordentliches Gewitter hatte sich da zusammengebraut. Es blitzte und krachte nur so. Für ein paar Minuten hatte ich mich dann doch untergestellt da es mir etwas zu gefährlich wurde. Genau dort fing mich dann auch das TCR-Team ein für ein kurzes Interview.


Über das Suganertal wollte ich dann zum CP2 am Monte Grappa weiterfahren. Das einzige Problem war dort die SS47. Die durfte nicht befahren werden von uns. Ich hatte die Route entsprechend über Radwege und Nebenstraßen gelegt. Als ich dann aber schon im Dunkeln durch Trient fuhr verpasste ich irgendwo eine Ausfahrt und befand mich genau auf dem verbotenen Stück wieder. Das Problem ist das man dort nicht wieder so einfach herunter kommt. Brücken und Schallschutzwände auf beiden Seiten der ab dort vierspurigen Straße. Als es dann etwas den Berg hoch gegangen war und kurz vor dem ersten Tunnel fand ich einen kleine Weg der wieder den Berg hinab ging. Ich konnte zum Glück runter von der Straße. Aber der Weg, vor allem im Finsteren, unbefahrbar mit dem Rennrad. Grobe Steine und etwas Sand dazwischen. Zehn Minuten wandern war also angesagt eh ich wieder auf eine Straße kam. Ab da war der Radweg dann aber super zu fahren. Ich fuhr noch ein ganzes Stück hoch in die Berge bis ich wieder eine einsame Bushaltestelle fand. Eigentlich wollte ich noch bis zum CP2 fahren in der Nacht. Aber der Radweg erfordert einfach wesentlich mehr Aufmerksamkeit als eine Straße. 


In der Dämmerung startete ich dann wieder. Es war ein herrlicher Morgen. Noch recht frisch aber das sollte sich recht bald ändern. Am Checkpunkt erwartete man mich schon mit Applaus. Ist schon ein gutes Gefühl da als erster rein zu fahren. Schnell den Stempel holen und ein Foto machen lassen. Dann noch schnell den Waschraum des Campingplatzes zum waschen und Zähneputzen nutzen. Ich zog noch kurz in Erwägung duschen zu gehen. Aber hielt das für zu Zeitaufwändig. Vor allem ging das schwitzen ja gleich wieder los am Anstieg. So ging es ohne irgendwo noch Verpflegung kaufen zu können in den Berg rein. Unten erst mal noch schön im Schatten der Bäume. Weiter oben dafür mit super Ausblick. Man konnte bis zur Adria sehen, wo sich die Schiffe im Sonnenlicht spiegelten. 


Allerdings zog der Berg auch ganz schön Körner. Die Hitze und der permanente steile Anstieg hinterließen Spuren. Oben angekommen war ich richtig leer. Zum Glück gab es in der Gaststätte ordentlich was zum Essen. Damit verbrachte ich dort bestimmt eine halbe Stunde bei dem herrlichen Ausblick. 


Gut gestärkt ging es dann weiter Richtung Osten in die Poebene. Unten angekommen war es in der Mittagszeit mehr als warm. Hier gab es das erste Mal über 40 Grad. Zum Glück hatte ich leichten Rückenwind und es rollte wenigstens ganz gut in Richtung Udine. Kurz davor bog ich aber Richtung Norden ab. Villach lag als nächstes auf meinem Plan. Dafür ging es durch das Fellatal Richtung Tarvisio. Doch auch hier durfte nicht die Staatsstraße SS13 befahren werden. Ab Carnia war diese wieder für uns verboten. Kurz vor Carnia musste ich kurz anhalten und sah dabei einen Radweg hinter der Leitblanke auf einem ehemaligen Bahndamm. Ich überlegte noch kurz diesen zu nehmen, da aber auf der Straße nicht viel los war und es ziemlich gut rollte beschloss ich weiter meiner Route zu folgen. In Carnia bog ich dann links ab um auf die andere Seite des Flusses zu kommen. 


Dort sollte der eigentliche Radweg sein. Dieser begann dann erst mal mit Gravel gefolgt von richtig steilen Rampen. Es ging permanent hoch und runter auf schmalen Wegen oder Straßen. Als ich schon ein ganzes Stück das Tal hochgefahren war kam wieder ein Stück Gravel. Ich dachte noch „Was für eine seltsame Streckenführung“ als ich irgendwo mittendrin vor einem Ort von der Straße in einen Weg abbog. Dieser führte mich über eine kleine Brücke auf die andere Seite eines Baches und zurück auf die Straße. Den Grund dafür sollte ich erst im Ziel erfahren. Jonas und Geoffrey waren auf derselben Strecke unterwegs wie ich. Sind aber nicht in den Weg abgebogen, sondern in den Ort weitergefahren. Nur gab es dort keine Brücke um auf die andere Seite zu kommen. Sie checkten meine Route und sahen, dass ich dort auch lang gefahren bin und auch weitergekommen bin. Da aber nur alle 5 Minuten die Position gemeldet wird ist es natürlich nicht sehr hochauflösend. So standen die beiden da und waren der Meinung ich muss hier durch das Wasser gelaufen sein. Kurzerhand haben sie das dann auch gemacht.


Als ich circa die Hälfte des Tales hochgefahren war kam ich wieder auf die andere Seite des Flusses. Ich traute nur meinen Augen nicht recht. Der Radweg ging jetzt hier auf dem Bahndamm weiter. Schön gemütlich mit ganz leichter Steigung. Das rollte richtig, richtig gut. 


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Nur ärgerte ich mich hier wahnsinnig, dass ich nicht schon am Anfang des Tales dort drauf gefahren war. Ich wusste einfach nicht, dass es hier auf beiden Seiten einen Radweg gibt. Das hatte mich bestimmt eine Stunde Zeit gekostet. Im finsteren ging es dann Richtung Villach. An einer Tankstelle hatte ich mich schon mit Björn verabredet. Er war durch Zufall gerade in Villach auf Loanhelp. Es ist doch immer wieder schön auf der langen Strecke wenigstens mal kurz etwas Unterhaltung zu haben. Danach ging es noch etwas weiter durch Kärnten in die Nacht hinein. Ein ständiges auf und ab bis ich mir nach Mitternacht wieder eine einsame Bushaltestelle suchte. 


Am nächsten Tag ging es so weiter bis zum Semmering. Den erreichte ich gegen die Mittagszeit.  Ab da ging es wieder hinab in die Gluthitze. Es waren wieder über 40 Grad angesagt auf der äußerst flachen Strecke nach Bratislava. Dazu ein leichter Gegenwind was das Ganze noch unangenehmer machte.  Auf dem Weg der letzten beiden Tage schaute ich dabei immer wieder nach meinen Verfolgern. James hatte eine südliche Route über Slowenien und Ungarn genommen. Wenn man die errechnete Ankunftszeit verglich kam er mir von Stunde zu Stunde näher. Offensichtlich war seine Route flacher und er hatte auch noch Glück mit dem Wind. Jonas und Geoffrey folgten mir. Kamen mir aber beide nicht näher. Am frühen Abend erreichte ich Bratislava. 



Kurz vor der Grenze fing mich noch ein Dotwatcher ab. Ich schätze mal er bekleidete mich fast die nächsten 100km bis es finster wurde. Er war bestimmt schon der fünfte bis dahin gewesen, aber keiner fuhr so lange mit. Das war dieses Jahr eine neue und schöne Erfahrung gewesen. Der Abend verlief recht unspektakulär und irgendwann nach Mitternacht bezog ich wieder eine Bushaltestelle. Es war mit Abstand die, was am schlimmsten ausgesehen hat. Aber geschlafen habe ich dafür in dieser am besten.

 

Am frühen Morgen ging es weiter in Richtung niedere Tatra. Leider lief das alles nicht ganz so wie ich das geplant hatte. Kurz vor Banska Bystrica gab es die erste Überraschung. Ich fuhr gerade hinter einem Mähdrescher her als die Straße auf eine Schnellstraße führte. Entweder in die eine oder in die Richtung. Einen anderen Weg gab es nicht. Auf beiden Seiten gab es die blauen Zeichen mit dem Auto drauf, für mich also verboten. Ich fuhr mehrfach hin und her auf der Suche nach einem Weg, aber da war keiner. Der Mähdrescher hatte auch angehalten und stand die ganze Zeit da. Der wusste wahrscheinlich auch nicht was er machen sollte. Interessanterweise fuhr der dann einfach auf die Schnellstraße. Darüber musste ich dann doch herzhaft lachen, so was geht auch nur im Osten.


Nach einem weiteren Mal Karte studieren auf Navi und Handy hatte ich dann auch den richtigen Weg gefunden. Bei der Auffahrt in die Gegenrichtung gab es hinter der Leitplanke einen schmalen Weg. Man musste das Rad kurz darüber heben und konnte darauf über eine Brücke auf die andere Seite des Flusses fahren, wo es wieder eine normale Straße gab. 


Kurz darauf in Banska Bystrica dann die zweite Überraschung. Auch hier stand mit einem Mal ein blaues Schild mit Auto drauf. Ich suchte hier vergebens eine halbe Stunde nach dem Weg. Konnte aber keinen finden. Ich entschloss mich eine kurze Pause an einer Tankstelle zu machen und zu recherchieren wie ich von dort am besten weiterkomme. Mein ursprünglicher Plan, den Pass über die niedere Tatra zu nehmen musste ich dabei verwerfen. Ich hätte einfach zu weit zurückfahren müssen. So fuhr ich über die E77 und Ružomberok in Richtung Hohe Tatra. Die E77 war dabei alles andere als schön zu fahren. Sehr stark befahren, jede Menge Lkw und keinen Randstreifen. Es war ein kleiner Vorgeschmack auf das was noch kommen sollte. Ab Ružomberok wurde es aber wieder ruhiger. Zum Glück kannte ich schon die Gegend vom Urlaub und wusste auch was der kürzeste und beste Weg ist. 


Allerdings hatte mir die Sucherei und der Umweg auch locker wieder über eine Stunde Verlust auf James eingebracht. Der verfolgte mich beim Tracking, sah des es da ein Problem gibt und konnte noch rechtzeitig abbiegen. Das ist wohl das Glück des Führenden. Ich weiß nicht mehr wer es war, aber im Ziel erzählte mir jemand er wäre nach einer Weile einfach meiner Route gefolgt, weil seine eigene einfach viel schlechter war. Der Aufstieg zum CP3 lief dann gerade noch so. Ich wollte mir das zusätzliche Gewicht sparen und bin nur noch mit einer halb vollen Flasche da rein. Essen war auch alle. Aber da ich wusste das es oben und auch danach wieder was gibt war es kein Problem.


Der erste Gang oben war dann aber auch zum Imbiss und zwei Kofola holen. Die gingen runter wie Öl. Noch kurz wieder den Stempel holen, ein paar Worte wechseln und schon war ich wieder in der Abfahrt. Hier habe ich auch James getroffen. Er hatte ordentlich aufgeholt. Rein von der körperlichen Fitness war er mir überlegen. Eigentlich hatte ich erwartet, dass er mich schon wesentlich eher einholt. 


Kurzes Foto und dann weiter über Poprad nach Presov. Dort machte ich am späten Abend meine letzte Pause an einer Tankstelle. Kaum war ich draußen und am Essen kam auch schon James. Er holte nur kurz etwas und fuhr dann gleich weiter. Es war das letzte Mal das ich Ihn vor dem Ziel gesehen hatte. Über Kosice ging es dann in der Nacht noch weiter bis nach Ungarn. In einer großen Bushaltestelle bezog ich hier mein Quartier. Aber irgendwie war mein Schlaf hier nicht sehr besonders. Ich hatte meine Arme wie immer mit im Schlafsack. Als ich mich etwas anders hinlegen wollte passierte es dann im Halbschlaf. Ich verlor die Balance und krachte mit dem Kinn vornweg ungebremst auf den harten Beton. Zum Glück hatte ich mir nichts getan.


Am Morgen ging es dann weiter nochmal in die Slowakei für ein kurzes Stück und dann endgültig nach Süden. Aber so richtig in Gang kam ich hier nicht. Aller paar Kilometer musste ich anhalten. Erst Essen kaufen. Dann Toilette. Obwohl ich beim ersten Stopp eigentlich genug gekauft hatte bekam ich nach sehr kurzer Zeit schon wieder richtig Hunger. Also wieder einkaufen. Ansonsten ließ es sich eigentlich ganz gut fahren in Ungarn. Die Bedenken wegen der Radwege und den Radverbotsschildern außerhalb waren unbegründet. Vielleicht hatte ich auch nur gut recherchiert, aber entweder ich durfte auf der Straße fahren oder es war ein wirklich guter Radweg da.


Einzig auf einer Strecke von vielleicht zwei Kilometern. Da hatte ich Sand. Aber wie die Spuren zeigten war auch James kurz vor mir hier schon entlanggefahren. Nur hinterließ er zwei Dellen dort, ich nur eine. 


Nach dem Mittag erreichte ich bereits Rumänien. Das erste Land in dem ich noch nie war. Wie in Ungarn ging es auch dort erst mal nur sehr flach dahin. Erst zum Abend hin wurde die Gegend immer bergiger. Wo es zum südlichen Ungarn keinen Unterschied gab waren die Fortbewegungsmethoden. Pferdefuhrwerke gab es hier und da. Und Taxi mit Rad genauso. Ab hier war ich endgültig in einer anderen Welt angekommen. 


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Aber auch der Verkehr war hier anders. Geschwindigkeitsbegrenzungen schien es nur in der Theorie zu geben. Ich erkannte weder bei Autos noch bei Lkw einen Unterschied des Tempos zwischen innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften. Es war immer sehr hoch. Aber man ließ mir immer genug Platz zum Rad fahren. 


Bis Cluj-Napoca ging das recht gut. Dort kam ich spät abends an. Als ich an einer roten Ampel warten musste war ich plötzlich und wie aus dem nichts umringt von einer Großfamilie. Es waren bestimmt 15 Leute die da mit einem Mal um mich herum auf der Straße waren und Fotos machten. Man hätte schon auf mich gewartet und gehofft, dass ich hier vorbeikomme. Als ich aus der Stadt einen langen Berg heraus fuhr wartete abermals ein Dotwatcher auf mich. Verrückte Leute und das mitten in der Nacht.


Kurz vor Mitternacht macht ich eine letzte Rast an einer Tankstelle eh ich das letzte Stück des Tages anging. Nur was war das jetzt. E81. Die Straße war genau so breit wie zwei Lkw, kein Standstreifen und ab dort in beide Richtungen sehr stark befahren. Gut solche Abschnitte gibt es halt manchmal dachte ich mir. Augen zu und durch. Wird schon nicht zu lange so gehen. Aber das war völlig falsch gedacht. Ich fuhr an dem Abend bestimmt noch 45km darauf und auch am nächsten Morgen nochmal 20km. Hätte ich das vornweg gewusst wäre ich gleich wo anders lang gefahren. Aber leider lässt sich das nicht mal erahnen. Es war wirklich sinnvoll nach James und meinem Bericht davon die Straße zu sperren. Auch wenn das eine eher unpopuläre Entscheidung war. Nach dem ich am nächsten Tag endlich von der E81 runter war begann der schöne Teil in Rumänien. 


Die Berge. Man sah sie bei bestem Wetter schon von weitem. Unaufhaltsam kamen sie näher. 


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Viele waren dieses Jahr nur wegen dem Transfagarasan mitgefahren. Einmal dort drüber radeln. Auch auf meiner Liste stand diese Straße schon seit längerem. Es ist wirklich eine beeindruckende Landschaft und Straße die dort hoch gebaut wurde. Zum Glück hatte ich nicht zu viel Verkehr an dem Tag. Nur Hitze war wie jeden Tag angesagt. Selbst in 2000 Meter Höhe war es noch ausreichend warm. 



Oben angekommen ging es auch gleich wieder hinunter zur letzten Stempelstelle. Die war in einem Hotel kurz vor dem Stausee. Hier war es auch wo ich mit meinem Gestank einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe. 

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Ab hier ging Transsilvanien los. Es unterschied sich doch deutlich von der Walachei nördlich der Karpaten. Mit einem Mal gab es überall ( freilaufende ) Hunde. Was ich auch zweimal beobachten durfte war wie früh die Dorfbewohner ihre Kuh zum „Geissenpeter“ schafften und abends wieder abholten. Diese Nacht schlief ich dann das zweite Mal in Rumänien hinter den Einkaufswägen beim Lidl. Da konnte ich wenigstens nicht von der Bank fallen. 


Am nächsten Tag sollte es dann aber wieder raus gehen aus Rumänien. Aber nicht ohne weitere Probleme. Erst ereilte mich ein Platten. Der Einzige auf der gesamten Strecke. Auf einem nagelneuen Stück Flüsterasphalt. Kurz danach, in einer kurzen Abfahrt mit einem Lkw genau neben mir, dann ein Wespenstich. Das Biest zielte genau zwischen Helm und Brille und war dann hinter dem Glas gefangen und stach dann natürlich zu. Unter Schmerzen riss ich mir brüllend die Brille runter, damit die Wespe wenigstens weg konnte. Zum Glück konnte ich einigermaßen das Rad unter Kontrolle halten. Einäugig ging es weiter Richtung Donau und Bulgarien. 


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Viele Möglichkeiten gab es nicht, wenn man auf eine Fähre verzichten wollte. Entweder die große Brücke im Westen oder noch eine weitere im Osten. Dazwischen nur Fähren. So war die Strecke über Serbien und Mazedonien eigentlich fast vorgegeben. An einer riesigen Schlange von Lkw’s vorbei, ging es dann auf die Donaubrücke. Das dritte Mal das es über die Donau ging beim diesjährigen TCR. Es ist schon beindruckend wie breit der Fluss hier ist. Ganz im Gegensatz zu dem kleinen Fluss am Anfang. 


Bulgarien war eigentlich recht kurz und unspektakulär. 


Es dauerte nicht lange und ich war an der serbischen Grenze angekommen. Hier hieß es aber erst mal warten. Bestimmt eine Viertelstunde. Wegen nichts. Man durchsuchte gerade ein paar Autos und als man damit fertig war schaute man nur ganz kurz auf meinen Ausweis und sagte mir dann ich könne weiterfahren. Auf ruhigen Straßen ging es dann am Nachmittag dort weiter. Allerdings auch ziemlich bergig. Die Straßen waren recht gut und es gab auch genügend Tankstellen zum Abkühlen. Gefühlt aller Stunde musste ich anhalten. Eine Cola, ein Eis und ein paar Chips. Dazu zwei Flaschen Wasser drüber kippen und weiter. So langsam wurde das richtig anstrengend in der Hitze. Der Hintern tat permanent weh und auf dem Rad fühlte ich mich wie ein Hängebauchschwein. Ich hatte keinerlei Kraft mehr im Oberkörper um irgendeine Spannung aufzubauen. Ich lag nur noch auf dem Lenkeraufsatz.


Am Abend ging es dann bereits Richtung Mazedonien. Ich wollte zumindest noch bis an die Grenze kommen, so mein Plan. Es ging lange ein flaches Tal hinauf. Es gab zwei Straßen welche irgendwann auseinandergingen und nach einem Gebirgsmassiv wieder zusammenführten. Ich hatte meine Strecke links herum gelegt. Kurz nach dem Abzweig flog mir auf dem ersten Stück Pflasterstraße der Flaschenhalter samt DI2 Batterie und Pumpe davon. Beide Schrauben hatten sich davon gemacht. Eine Schraube hatte ich wieder gefunden. So machte ich nur die Batterie und die Pumpe wieder fest. Eine Schraube und etwas Klebeband mussten es tun. Die Flasche kam ab jetzt am Lenker unter.


Danach rollte es mit schönem Rückenwind weiter gut das Tal hinauf. Bis es irgendwo durch eine Ortschaft ging. Da war alles noch schön asphaltiert. Ab dem Ortsausgang war aber Schluss mit lustig. Es ging auf die Schnellstraße hoch oder aber Gravel. Schnellstraße war verboten ( blaues Schild ) für mich. Mein Track führte auf der Gravelstraße weiter. Es war auch ganz offiziell ausgeschildert mit Nummer. Egal dann halt hier weiter. Wird schon nicht so schlimm werden. Am Anfang ging das auch ziemlich gut. Nur wurde das Tal zunehmend enger und es kam zu diesen zwei Straßen noch eine Autobahnbaustelle dazu. Das Problem ab da war, dass man die alte Straße zum einen für die Lkw der Baustelle nutzte und zum anderen die Straße permanent um verlegt hatte damit sie nicht mehr im Weg war.


Im Dunkeln mit der kleinen Funzel vorn dran war das alles andere als lustig. Ich stand manchmal da und wusste nicht mehr wo es weiter geht. Man hat einfach den Ausgang nicht mehr gefunden. So eine Autobahn hat doch eine beachtliche Breite, wenn man darauf steht. Ich schaute immer wieder auf meinen Track und versuchte irgendwo weiter zu kommen. Bis ich irgendwo falsch abgebogen war. Noch schön durch ein riesiges Schlammloch durch und dann stand ich da. Vor mir der Bach, hinter mir habe ich keinen Abzweig mehr gesehen gehabt. Es war schon gegen halb eins. Mein Ziel noch zu erreichen war eh illusorisch. Unter einem Tarp was den Bauarbeitern für die Pause diente schmiss ich meinen Schlafsack in den Dreck. 


Eine Stunde länger schlafen bis es wieder hell ist war angesagt. Ab da war es auch ziemlich einfach den richtigen Weg zu finden. Was nur ärgerlich war, bis ich wieder auf einer richtigen Straße fahren konnte vergingen keine zwei Kilometer mehr. Am Ende war dies aber wohl immer noch die bessere Option gewesen. Rechts um das Massiv herum fahren hätte auch Gravel bedeutet, aber mit groben Steinblöcken darin. Zwei haben sich auf dem Stück die Carbonfelge zerstört und einer war 25 km wandern, weil er keine Schläuche mehr hatte.


Dafür war es jetzt nicht mehr weit bis Mazedonien. Nur noch einen Pass hoch und dann geht es auf der anderen Seite dort schön lange wieder ein Tal hinab. Der Pass war zwar recht steil aber nicht recht hoch. Es war die einzige Möglichkeit weit und breit offiziell über die Grenze zu kommen. Die Autobahn wie letztes Jahr war definitiv tabu dieses Jahr. Die Straße ab der Grenze nach Kumanovo war aber dann der pure Hass. Es war eigentlich eine Schotterstraße mit einem Hauch Teer drüber. Eigentlich wie eine Erdbeertorte wo der Tortenguss nur hauchzart aufgebracht wurde. Man spürte jeden einzelnen Stein, rollen tat das schon gar nicht. 


Ab Kumanovo ging es dann auf der R1204 wie letztes Jahr nach Sveti Nikole. Das war die Straße mit den vielen Querrissen drin. Oh wie hatte ich diese vermisst. Dieses Jahr bei richtiger Hitze machte das doppelt Spaß. Aber es half ja nichts. Nur wer weiter fährt kommt an. Und das machte ich. 


Griechenland und das Ziel kamen langsam in Reichweite. Ich fing langsam an zu überlegen, durchfahren oder nochmal schlafen ? Aber zuvor war noch ein schöner Pass in der Nachmittagsglut zu erklimmen. Zum Glück gab es oben eine Tankstelle auf rund 1000m. 


Und damit es nicht langweilig wurde auch noch eine Straße der besonderen Art. Kurz vor Bitola wechselte sich auf ein und derselben Straße mehrfach feinster neuer Asphalt, Pflaster und schöne löchrige Straße ab. Und das im Rhythmus von circa fünf Kilometern. 


Vor der Grenze wollte ich dann noch meine Vorräte auffüllen. Ich dachte so an der Grenze wird es schon noch Tankstellen geben. Aber falsch gedacht. In Bitola waren die letzten. So fuhr ich am Abend nach Griechenland mit noch einer Flasche Wasser und drei Snickers. Alles andere als optimal da es keine offenen Tankstellen in Griechenland gibt in der Nacht. Man hat nur in größeren Ortschaften oder Städten immer die Möglichkeit an Kneipen anzuhalten. Die haben dafür immer die ganze Nacht auf. Um Mitternacht kam ich dann auch endlich an einer vorbei. Eine Cola und eine Portion Pommes. Mehr wollte ich nicht, weil ich mich dafür entschieden hatte noch ein paar Stunden zu schlafen. Im Prinzip konnte nichts mehr anbrennen. James war im Ziel und Jonas acht Stunden hinter mir. Wenn ich also drei schlafe hatte ich immer noch genug Puffer. Ich hatte noch um die 150km zu fahren als ich mich um eins das letzte Mal in einer Bushaltestelle schlafen legte. Rückblickend hätte ich lieber durchfahren sollen. Irgendwie habe ich da sehr schlecht geschlafen. Ich wachte permanent auf und so fuhr ich dann auch leicht genervt schon eher los als geplant.


Jetzt gab es natürlich das Problem der Verpflegung. Nach circa 30 Kilometer kam ich in einen Vorort einer größeren Stadt. In der einzigen Kneipe dort gab es nur mehr Schnapsleichen die mehr oder weniger halb auf den Tischen lagen. Auch die einzige Bedienung war deutlich angetorkelt. Immerhin, ich bekam meine Flaschen voll und eine Cola. In der Stadt war es dann kein Problem etwas zu essen zu bekommen. Bäcker hatte zwar noch keiner auf. Dafür aber noch Döner, Pizza und so weiter. Gut gestärkt ging es von dort weiter. Allerdings sehr bergig. Das forderte zum Schluss noch mal alles. Vor allem das Stück hoch nach Meteora. 


Zum Schluss noch etwas Statistik:

 

Gesamtstrecke:                     3986km

Reine Fahrzeit:                       160h 2min

Höhenmeter:                          32357m

Verbrauchte Kalorien:          65656

Umwerfer geschaltet:          989

Schaltwerk geschaltet:       44690


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